Jagd
Der Beagle als treuer Jagdgefährte
Der Beagle ist eine der ältesten Jagdhunderassen und wird in England seit über 500 Jahren speziell für die Meutejagd auf Hasen gezüchtet. Der Beagle gehört zu der Familie der Bracken und Laufhunde.
Auszug aus dem FCI Standard
Im neuen Beagle-Standard geht man davon aus, dass der Beagle aus dem grösseren Foxhound für die Jagd zu Fuss, vorzugsweise nach Hasen, herausgezüchtet wurde. Dies ist jedoch nicht korrekt, zumal gemäss alten Schriften der Ursprung auf die Keltenbracke, dem Northernhound (später Talbot genannt) zurückgeht. Er wird noch immer in der Meute eingesetzt, sehr häufig organisiert von Vereinigungen, Akademien und Schulen. Ein geschäftiger, eifriger kleiner Hund, voller Begeisterung und Energie, immer bereit für jede Aktivität, bei der er dabei sein kann. Bei dieser Rasse hinterlässt alles den Eindruck von Athletentum und es gibt keinen besseren Anblick, als eine Beagle-Meute in voller Verfolgung, ihre Köpfe nach unten auf der Fährte, ihre Ruten steif nach oben angeordnet, während sie sich auf die Jagd konzentrieren.
Beschreibung Charakter
Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Fährte folgt, unerschrocken, äusserst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit, aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen. Liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeiten.
Die ursprüngliche Aufgabe der Bracken war die Parforcejagd in der Meute auf ein Stück Wild, bis es sich stellte oder zurückgebracht wurde. Die Meute wurde zum Suchen der Spur eines Morgens zu Holze gerückten Hasen losgeschickt und sobald ein Hund eine Spur aufgenommen hatte, zeigte er das durch anhaltenden Spurlaut an.
Da die Hasenspur sehr flüchtig ist, und die Duftwolke nur kurze Zeit in der Spur steht, mussten die Hunde eine sehr feine Nase besitzen, um die Spur zu halten.
Neue Methoden in der Bewirtschaftung und der Bejagung der Schalenwildbestände in letzter Zeit geben dem Einsatz des Beagles neue Möglichkeiten. Zur Stöberjagd werden Hunde mit feinster Nase, enormen Spurwillen und lockerem Spurlaut benötigt. Hierbei handelt es sich nicht um eine Hetzjagd, da sie dem Wild mit tiefer Nase folgen.
Der Beagle wird unter den heute vorhandenen Bedingungen als kleiner vielseitiger Jagdgebrauchshund eingesetzt. Durch sein äußeres Erscheinungsbild, seine kleine kompakte Form und sein soziales, ruhiges und ausgeglichenes Wesen eignet er sich hervorragend für den Jäger und Familie.
Bedingt durch seine Zucht braucht der Beagle einen sehr engen Kontakt zu seinem Führer, der ihm seine Meutegenossen ersetzt. Den Hund allein in einem Zwinger zu halten ist das Schlimmste, was man ihm antun kann. Dies ist einer der wichtigsten Gründe für seine Haltung im Haus. Auch ist er durch sein kurzes Haar sehr pflegeleicht, wofür auch seine Körpergröße sowie sein Wesen sprechen.
Durch seine Größe und seine allgemeine Führigkeit ist der Beagle ein idealer, problemloser Begleiter. Zur Pirsch und auf den Ansitz kann er aufgrund seines sehr guten Gehorsams bedenkenlos mitgenommen werden, wenn er durch die Ausbildung darauf vorbereitet wurde.
Die Stärken des Beagle im Jagdgebrauch liegen zweifelsohne im Stöbern und in der Schweißarbeit.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Stöberjagden im kleinen Kreis mit wenigen Schützen oder groß angelegte Ansitzdrückjagden handelt. Auch die Wildarten haben keinen Einfluss auf die Leistung des Beagles.
Generell wird der Beagle mit allen in seinem Einsatzbereich vorkommenden Wildarten, die er durch die Einarbeitung kennt, problemlos arbeiten. Durch seine geringe Größe und die brackentypische Arbeit mit tiefer Nase folgt er dem Wild recht langsam. Das ist ein erheblicher Vorteil vor anderen, hochläufigeren Hunderassen, da das Wild von dem langsamen, lauten Hund mit seinem Laut „ angemeldet „ wird und verhoffend vor die Schützen kommt und dadurch sicherer angesprochen und weidgerecht geschossen werden kann. Durch seinen sicheren Spurlaut weiß der Jäger, wo sich der jagende Hund befindet.
Seine herausragende Nase und der geringe Bodenabstand sowie sein enormer Arbeitswille prädestinieren ihn zur Schweiß- und Stöberarbeit.
Jagdliche Ausbildung
Ein jagdlich gut ausgebildeter Beagle ist ein verlässlicher Jagdbegleiter und eine solide Jagdhundeausbildung ist dafür obligatorisch. Daher absolvieren wir mit unseren Hunden jeweils die Übungstage und Prüfungen des ABC ( österreichischer Beagle Club ). Wir sind von der Philosophie und der Herangehensweise sehr beeindruckt und geniessen jedes Mal aufs Neue den Kameradschaftlichen Umgang und das gemütliche Beisammen sein.
Die Jagdhundeausbildung in einem Revier ist unumgänglich und sollte bereits im Welpenalter spielerisch beginnen. Eine reine Ausbildung unserer Jagdhunde auf einem Hundeausbildungsplatz ist nicht möglich, da an einen Jagdhund andere Anforderungen für seinen Einsatz gestellt werden, als für einen Begleithund.
Er muss an die vielen Eindrücke in der Natur, an die Begegnung mit Wild behutsam herangeführt werden und dabei den für jeden Jagdhund wichtigen Einsatz und Gebrauch seiner überragenden Nase lernen.
Der Beagle ist ein spurlaut jagender Hund mit langer Jagdhundevergangenheit. Dieses Erbgut gilt es zu erhalten! Im Rahmen der Prüfungen des AUSTRIAN BEAGLE CLUB (ABC) werden die jagdlichen Veranlagungen des Beagles durch die Leistungsrichter überprüft und bewertet.
Diese gewonnenen Informationen über die erbrachte Leistung des Hundes sollten wir als Züchter in unsere Zuchtüberlegungen für die Zukunft der Rasse einfließen lassen.
Quellen: Austrian Beagle Club, Beagle Club Deutschland und FCI STANDARD